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Deutsche Umweltstiftung

Bücher, Broschüren und Beiträge

Mitarbeiter und Beiräte der Deutschen Umweltstiftung publizieren zu zahlreichen ökologischen Themen. Hier stellen wir eine Auswahl dieser Beiträge vor, linken ggf. zu externen Seiten oder nennen Kontaktdaten für Bestellungen.

Die Aussagen in diesen Beiträgen geben - darauf möchten wir ausdrücklich hinweisen - nicht unbedingt die Meinung der Deutschen Umweltstiftung wieder.

Achim Brunnengräber: Ewigkeitslasten

Achim Brunnengräber: Ewigkeitslasten

Für die Mitglieder der sog. Endlager-Kommission – 16 Vertreter des Bundestages und der Bundesländer, 16 Vertreter aus Wissenschaft und Gesellschaft – ging es im Jahr 2016 um viel Arbeit, um die Fertigstellung ihres Abschlussberichts. Eines Berichts, der darlegen soll, unter welchen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kriterien in Deutschland ein Endlager für hoch-radioaktive Abfälle gefunden werden kann. Auf Basis dieses Berichts soll der Bundestag den Suchprozess nach dem Endlager auf den Weg bringen, dessen Standort bis 2031 feststehen und das 2050 betriebsbereit sein soll.

Norman MacLeod: Arten sterben

Norman MacLeod: Arten sterben

Über das Aussterben von Arten ist schon viel geschrieben worden. Viele dieser Abhandlungen sehen das Problem, das Aussterben im Allgemeinen wie das einzelner Aussterbeszenarien zu erklären, auch als gelöst an. Dieser Ansicht ist der Verfasser dieses Buches jedoch nicht. Und so will er die Annahmen und Ergebnisse von Forschern jeglicher Couleur möglichst umfassend präsentieren, mit allen Nuancen, Lücken und Mutmaßungen. Dies macht das Lesen des Buches schwierig – und zugleich faszinierend. Der Text ist hervorragend aus dem Englischen übersetzt worden, wurde wunderschön illustriert und vorzüglich lektoriert – und das Buch wird zu einem äußerst günstigen Preis angeboten. Was also erwartet den Leser, die Leserin?

Ross Piper: Unbekannter Planet

Ross Piper: Unbekannter Planet

Bei der Erforschung der Vielfalt des tierischen Lebens konnten die Wissenschaftler (nach Carl von Linné) anhand der Gene, Morphologien und Lebensweisen die Abstammungslinien festlegen, deren Vertreter sich jeweils einen definierenden Körperbauplan und die Evolutionsgeschichte teilen. In diesem Buch werden die 35 großen Tierstämme in jeweils gleich aufgebauten Kapiteln vorgestellt – nach Form und Aufbau, Lebensweise, Entstehung und Verwandtschaft. Von einigen dieser Stämme sind nur ganz wenige Spezies bekannt: Plattentiere 8, Hufeisenwürmer 10, Korsetttierchen ca. 30; von anderen Stämmen dagegen große Mengen: Ringelwürmer ca. 18 950, Weichtiere ca. 117 350, Gliederfüßer ca. 1,2 Millionen. Viele Tiere sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen, sondern nur unter dem Mikroskop entdecken kann. Bärtierchen zum Beispiel sind wunderschön aber nur 0,08 mm groß, während andere Tiere weniger schön aber sehr groß sind: Fadenwürmer zum Beispiel bis zu 9 m.

Karin-Simone Fuhs u. a: Geschichte des nachhaltigen Designs

Karin-Simone Fuhs u. a: Geschichte des nachhaltigen Designs

In der Umwelt- und Nachhaltigkeitsdebatte ist viel von Effizienz und Effektivität, aber selten mal von Schönheit und Ästhetik die Rede. Dieses Buch könnte helfen, einen Kurswechsel einzuleiten. Auf seinem Titelblatt prangt das Meisterwerk vom Michael Thonet: No. 214, Stuhl, von 1859. Bis 1930 wurden davon schon 50 Millionen Stück hergestellt. Für Transport und Lagerung gab es eine geniale Lösung: In eine Kiste mit einem Kubikmeter Volumen passen 36 zerlegte Stühle, die erst an Ort und Stelle der Nutzung montiert werden, was Versandkosten erspart und nur ein geringes Transportvolumen bewirkt.

Bruno P. Kremer: Die Wiese

Bruno P. Kremer: Die Wiese

Rund 53 Prozent der Landfläche Deutschlands entfallen auf die von der Landwirtschaft genutzten Anteile, knapp 30 Prozent sind Wald- und Forstfläche; die Siedlungsfläche macht etwa 7 Prozent aus, die Verkehrsfläche rund 5 Prozent und die Wasserfläche knapp 2,5 Prozent. In den letzten Jahrzehnten gab es signifikante Veränderungen bei den Siedlungs- und Verkehrsflächen, die enorm zugenommen haben, während die Waldfläche in etwa gleich blieb und die Landwirtschaftsfläche leicht abnahm. Deutschland blieb insgesamt – so folgert der Autor – ziemlich grün; doch das Grau der Siedlungs- und Verkehrsflächen ist stark auf dem Vormarsch: Städte und Dörfer wachsen unaufhörlich und das hypertrophe Verkehrsnetz mit Autobahnen, Land- und Bundesstraßen lässt fast keine unzerschnittenen Landschaftsräume zurück. Doch wie grün ist das Grün?

<em>Jörg Sommer:</em><br />Ökologie oder Wohlstand?

Jörg Sommer:
Ökologie oder Wohlstand?

Die richtige Antwort auf Klimawandel und endliche Ressourcen: Mehr Technologie – oder mehr Verzicht? Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht von neuen Innovationen lesen oder hören, die unsere Welt besser machen sollen. Effizientere Technologien, intelligentere Netze, nachwachsende Kunststoffe. Technologie scheint die Probleme unserer Welt zu lösen.

Aber ist das wirklich so? Trägt die neue App, mit der wir in Echtzeit die Stromproduktion unserer hauseigenen Solaranlage ablesen können, wirklich dazu bei, unsere Gesellschaft ökologischer zu machen? Oder sind die unter unsäglichen ökologischen und sozialen Bedingungen aus der Oberfläche des Planeten gekratzten Seltenen Erden, ohne die es keine Smartphones gäbe, weitaus schädlicher als der Nutzen der darauf laufenden App? Es ist eine Grundfrage unserer Zukunft, der wir uns stellen müssen – und vor der sich Politik, Wirtschaft und auch viele von uns nach wie vor scheuen: Bekommen wir die Zukunft unseres Planeten mit Technologie in den Griff?

<em>Ulrich Grober:</em><br />Plädoyer für einen sorgfältigen Minimalismus

Ulrich Grober:
Plädoyer für einen sorgfältigen Minimalismus

Wenn wir mit Nachhaltigkeit als Leitidee Ernst machen wollen, müssen wir uns vor allem auf den Zeithorizont dieser Idee einlassen. Also die Perspektive einer langen Kette von Generationen nach uns einnehmen. Wie kommen wir immer wieder neu zu einer Balance von Selbstsorge, die ja keineswegs zu verachten ist, Fürsorge - als Teilhabe aller - und Vorsorge? Das ist eine enorme Herausforderung. Wir kennen ja die Bedürfnisse der zukünftigen Generationen gar nicht. Aber was wir tun können und sollten: Die Optionen offen halten, dass auf lange Sicht eine lebenswerte Existenz des Menschen auf dem blauen Planeten möglich sein wird. „Keep the options open!“ So hat das schon die Brundtland Kommission in ihrem Bericht über „sustainable development“ von 1987 formuliert. So wird dieses Konzept zu einem Werkzeug für das, was der US-Zukunftsforscher Otto Scharmer mit dem ziemlich genialen Ausdruck „leading from the emerging future“ bezeichnet: Im Einklang mit den wertvollsten Potentialen der Zukunft, wie sie heute schon hervortreten, handeln und führen. Ich verwende gern die Metapher von der schimmernden Perle, die in der harten und rauen Schale der Muschel heranwächst. Wir wären gut beraten, unsere Aufmerksamkeit auf das Wachstum der Perle und nicht der Muschel zu richten.

Kursbuch Bürgerbeteiligung – Das Sachbuch für erfolgreiche Bürgerbeteiligung

Kursbuch Bürgerbeteiligung – Das Sachbuch für erfolgreiche Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung liegt im Trend. Ob in Großverfahren oder bei kommunalen Detailfragen: Mit mehr Bürgerbeteiligung versuchen Entscheider in Politik und Wirtschaft, mehr Akzeptanz und Legitimation zu erzielen. In der Tat ist gut gemachte Bürgerbeteiligung in der Lage, unsere Demokratie weiter zu entwicklen und an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen.

Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen zu beteiligen, hat großes Potential, ist aber nicht einfach umzusetzen. Das neu erschienene KURSBUCH BÜRGERBETEILIGUNG vereint 32 Beiträge renommierter Wissenschaftler und erfahrener Praktiker. Es bietet einen umfassenden Überblick über den Stand der Bürgerbeteiligung in Deutschland und lotet deren Perspektiven aus. 

<em>Jörg Sommer:</em><br />Wem gehört die Welt? Die Renaissance der Allmende

Jörg Sommer:
Wem gehört die Welt? Die Renaissance der Allmende

Genau 100 Seiten umfasst das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, dass Stephan Pütz im Dezember 2012 zugestellt wurde. Die Essenz: Jean Pütz verliert sein Haus, seinen Grund und Boden. Nicht etwa, weil er seine Hypotheken nicht bezahlen konnte oder irgend ein Vergehen begangen hatte. Sein einziger Fehler: Sein Haus am Rande von Erkelenz stand dem Energiekonzern RWE im Wege. Der nämlich wollte dort Braunkohle abbauen. Und das in einem Umfang, der suggeriert, das Wort Energiewende sei noch nie gefallen. Der Braunkohleabbau in Nordrhein-Westfalen soll bis 2045 andauern und ein Gebiet von 4800 Hektar umfassen, rund 7000 Menschen sind von Zwangsumsiedelungen betroffen. Wenn das Recht des Bürgers auf Eigentum an Grund und Boden mit den Interessen der großen Konzerne kollidiert, geht es häufig so aus wie in diesem Fall.